MULTI Kühlsysteme

Kühltürme: Kühltechnik aus Edelstahl und GFK

MULTI Kühlsysteme bietet Ihnen effiziente Einrichtungen für die Kühlung von Wasser durch Nutzung des Verdunstungseffektes bei Kontakt mit Luft. Der große Vorteil dieser Kühltechnik gegenüber anderen Kühlaggregaten liegt im höheren COP (Coefficient of Performance). Der COP beschreibt, wie viel kW Kälteleistung aus 1 kW elektrischer Anschlussleistung generiert werden kann. Dieser liegt bei Verdunstungskühltürmen bei 90-100, bei Kaltwassersätzen dagegen nur bei ca. 3.
Die Kühltürme der MC-Baureihe bieten dabei mit einem COP von 100 – 130 einen noch besseren Leistungskoeffizienten als andere Kühltürme.
Bei uns erhalten Sie Kühltechnik für verschiedene Industrie- und Fertigungsbereiche sowie auch zur Verwendung in der Gebäudetechnik.

Offen und axial belüftet - Kühltürme der MC-Baureihe

Kühltürme der MC-Baureihe
  • Wasserdurchsatz bis 250 m³/h
  • Kühlleistung zwischen 440 und 1280 kW
  • Energieeffizient durch GreenTech EC-Ventilator-Technologie
  • Stark gegen Bakterien dank SANIPACKING®-Kühlturmeinbauten

Die MC-Baureihe im Detail

Vorteile der MC-Baureihe

  • Gehäuse mit Auffangwanne und Haube aus korrosionsfreiem Edelstahlblech in verschraubter Ausführung
  • Wasserauffangwanne mit geneigtem Boden für eine rückstandsfreie Restwasserentleerung bei Stillstand
  • Abflusssieb aus Edelstahllochblech am Wasseraustritt, um grobe Verunreinigungen zurückzuhalten
  • stabile, feuerverzinkte Träger unterhalb der Wanne für optimale Montagebedingungen bei der Aufstellung auf einer ebenen Betonfläche oder einer Stahlkonstruktion (Isolierung gegenüber der Wanne ist vorhanden)
  • Verkleidungsbleche und Lufteintrittskassetten für Wartungsarbeiten durch Verschraubungen leicht demontierbar
  • Wasserverteilung durch Hohlkegeldüsen aus Kunststoff
    • unter normalen Betriebsbedingungen nicht verschmutzend
      geringer Vordruck am Wassereintritt erforderlich (0,5 bar)
  • Kühleinbauten aus SANIPACKING-Material um das Wachstum verschiedenster Mikroorganismen (Legionellen, Pseudomonas aeruginosa, etc.) zu hemmen
    • Wirkung labortechnisch nachgewiesen
    • bis zu 5 Jahre wirksam
  • Axialventilator mit EC-Motor-Technologie zur bedarfsgerechten Drehzahlsteuerung
    • niedrigeren Gesamtenergieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Getriebemotoren
    • versehen mit dem Green Tech-Siegel für Energieeffizienz und Ressourcenschonung
  • 100 % „Made in Germany“
    • deutsche Zulieferer mit Fertigungsstandorten in Deutschland
    • Komplettmontage im Stammsitz in Aue
    • reduzierter CO2-Austoß durch kürzere Transportwege

MC440

  • rechnerische Kühlleistung: 440 kW
  • Länge / Breite / Höhe: 2380 x 2270 x 3790 mm
  • Anzahl der Ventilatoren: 1x W3G Z50
  • Leergewicht: 1150 kg
  • Betriebsgewicht: 2650 kg
  • Vorlauf: DN 125
  • Rücklauf: DN 200

MC500

Kühlturm MC500
  • Kühlleistung*: 500 kW
  • Länge / Breite / Höhe: 2380 x 2270 x 3790 mm
  • Anzahl der Ventilatoren: 1x W3G Z50
  • Leergewicht: 1150 kg
  • Betriebsgewicht: 2650 kg
  • Vorlauf: DN 125
  • Rücklauf: DN 200

*(Leistungsangaben basierend auf Messungen nach CTI-Standard CTI-STD 201)

  • Wassereintrittstemperatur: 32 °C
  • Wasseraustrittstemperatur: 27 °C
  • Feuchtkugeltemperatur: 21 °C
  • Wasserdurchsatz: 86,0 m³/h

MC770

  • rechnerische Kühlleistung: 770 kW
  • Länge / Breite / Höhe: 3800 x 2270 x 3790 mm
  • Anzahl der Ventilatoren: 2x W3G Z50
  • Leergewicht: 1870 kg
  • Betriebsgewicht: 4420 kg
  • Vorlauf: DN 200
  • Rücklauf: 2x DN 200

MC900

Kühlturm MC900
  • rechnerische Kühlleistung: 900 kW
  • Länge / Breite / Höhe: 3800 x 2270 x 3790 mm
  • Anzahl der Ventilatoren: 2x W3G Z50
  • Leergewicht: 1950 kg
  • Betriebsgewicht: 4500 kg
  • Vorlauf: DN 200
  • Rücklauf: 2x DN 200

MC1100

  • rechnerische Kühlleistung: 1100 kW
  • Länge / Breite / Höhe: 5280 x 2270 x 3700 mm
  • Anzahl der Ventilatoren: 4x W3G 910
  • Leergewicht: 2600 kg
  • Betriebsgewicht: 6200 kg
  • Vorlauf: DN 200
  • Rücklauf: 2x DN 200

MC1280

Kühlturm MC1280
  • rechnerische Kühlleistung: 1280 kW
  • Länge / Breite / Höhe: 5280 x 2270 x 3700 mm
  • Anzahl der Ventilatoren: 4x W3G 910
  • Leergewicht: 2700 kg
  • Betriebsgewicht: 6300 kg
  • Vorlauf: DN 200
  • Rücklauf: 2x DN 200

Offen und radial belüftet

Kühltürme der KD-Baureihe
  • Wasserdurchsatz bis 160 m³/h
  • Kühlleistung ab 100 kW
  • Ausstattung mit Radialventilator
  • besonders geräuscharm

Geschlossen und radial belüftet

Kühltürme Edelstahl geschlossen
  • Wasserdurchsatz bis 300 m³/h
  • Kühlleistung ab 100 kW
  • Trennung von Prozess- und Kühlwasser
  • besonders geräuscharm

Kühltürme: Fragen und Antworten

Welche Kühlarten gibt es?

Kühltürme mit Nasskühlung
Nasskühlung
Kühltürme mit Trockenkühlung
Trockenkühlung
Kühltürme mit Hybridkühlung
Hybridkühlung

Welche Kühlarten gibt es? (PDF)

Man unterscheidet Kühltürme mit Nass-, Trocken- und Hybridkühlung.

Die Nasskühlung findet in Deutschland am häufigsten Verwendung, weil sie den höchsten Wirkungsgrad erzielt. Sie wird hauptsächlich im Dampfkraftwerk eingesetzt. Nasskühltürme ermöglichen die Abfuhr großer Wärmemengen und können das Wasser auf relativ niedrige Temperaturen abkühlen. Nachteilig sind der hohe Wasserverbrauch und die Bildung von Dampfschwaden oberhalb der Türme. Wird ein Wasserkreislauf genutzt (Umlaufkühlung), können sich Algen und andere Mikroorganismen wie beispielsweise Legionellen bilden. Das erfordert den Einsatz von Chemikalien.

Auf eine Trockenkühlung wird nur unter speziellen Bedingungen (z. B. bei einer niedrigen mittleren Temperatur oder bei Wassermangel) zurückgegriffen. Als Kühlmedium wird Luft verwendet. Das Kühlwasser kommt nicht direkt mit der Atmosphäre in Kontakt, sondern wird durch Rohre geleitet. Diese verfügen über Kühlrippen, an denen die Umgebungsluft vorbeiströmt. Sie wird erwärmt, steigt auf und transportiert die Wärme ab. Ventilatoren können die Wärmeübertragung unterstützen.
Es wird zwischen der direkten und der indirekten Trockenkühlung unterschieden. Bei der ersten Art existiert nur ein Kreislauf. Der Abdampf der Turbine wird direkt in den Kühlturm geleitet. Er fungiert als Kondensator. Die indirekte Trockenkühlung verfügt über zwei Kreisläufe. Im Heizkreislauf wird der Dampf rückkondensiert. Anschließend wird die überflüssige Wärme an den Wasserkreislauf abgeführt. In diesem befindet sich der Trockenkühlturm, der den Kondensator kühlt. Die Verbreitung von Keimen ist aufgrund der fehlenden Dampfschwaden ausgeschlossen. Im Vergleich aller Kühlungen hat die Trockenkühlung den niedrigsten Wirkungsgrad.

Die Hybridkühlung vereinigt die Vorteile der beiden erstgenannten Arten. Sie verbraucht deutlich weniger Wasser als die Nasskühlung. Bei gleicher Kühlleistung sind die Investitionen jedoch höher. Starke Ventilatoren mischen in Hybridkühltürmen dem Dampf warme Luft bei. Dadurch ist die Abluft weniger feucht. Die austretenden Dampfschwaden sind kaum sichtbar. Im Vergleich zur Trockenkühlung erreicht die Mischform einen besseren Wirkungsgrad. Dieser ist allerdings aufgrund des Stromverbrauchs der Ventilatoren geringer als bei der Nasskühlung. Um Planungs-, Verkehrs- und/oder Genehmigungsproblemen zu begegnen, sind Hybridkühlungen eine geeignete Lösung.

Wie funktioniert ein Kühlturm?

Funktionsweise eines Kühlturms

So funktioniert ein Multi Kühlsysteme-Kühlturm (PDF) 

Ein Kühlturm führt überschüssige Abwärme an die Umgebung ab, falls diese nicht nutzbar ist (z. B. als Fernwärme). Vor allem Wärmekraftwerke sind oft mit einem Kühlturm ausgestattet.

Ein Kühlturm ist ein Hohlzylinder mit offenen Enden. Er bildet einen Wasser-/Luft-/Wärmetauscher. Die elementare Funktionsweise lässt sich wie folgt erklären: Die Wärme des warmen Kühlwassers wird an die kühlere Umgebungsluft abgegeben. Durch einen Kühlturm müssen große Luftmengen bewegt werden. Das geschieht über den Kamineffekt. Die Luft im Turm erwärmt sich, dehnt sich aus und verliert an Dichte. Sie steigt gemeinsam mit dem Wasserdampf nach oben. Am Fuß des Kühlturms befindet sich eine Frischluftzufuhr.

Um einen ausreichend starken Kamineffekt zu erzeugen, muss der Kühlturm eine gewisse Höhe aufweisen. Kleinere Kühltürme sind zusätzlich mit Ventilatoren ausgestattet. Diese erhöhen den Luftstrom und steigern somit die Kühlleistung. Allerdings wird zu deren Antrieb zusätzliche Energie benötigt, was den Wirkungsgrad des Kraftwerks verringert.

Wird neben der Erwärmung von Luft gleichzeitig Wasser verdunstet, steigert das die Effektivität des Kühlturms. Das zu kühlende Wasser wird über Düsen versprüht und gleichmäßig über Rieselkörper (sogenannte Füllkörper) verteilt. Ein kleiner Teil des Wassers geht dabei verloren und muss dem Kreislauf später wieder zugeführt werden. Durch Verdunstung und die Strömungsbewegung gibt das Wasser Energie an die aufsteigende Luft ab. Der erzeugte Dampf kondensiert oberhalb des Kühlturms wieder. Dadurch entstehen die bekannten Schwaden.

Welche Bauformen werden bei Kühltürmen unterschieden?

Offene Verdunstungskühltürme mit Radialventilator
Offene Verdunstungskühltürme
mit Radialventilator
Offene Verdunstungskühltürme mit Axialventilator
Offene Verdunstungskühltürme
mit Axialventilator
Geschlossene Verdunstungskühltürme mit Radialventilatoren
Geschlossene Verdunstungs-
kühltürme mit Radialventilatoren

Offene Verdunstungskühltürme mit Radialventilator

  • Wasserdurchsatz bis 160 m³/h
  • Kühlleistung ab 100 kW
  • die Kühltürme sind mit einem Radialventilator ausgestattet
  • eine besondere Eigenschaft dieser Kühltechnik ist der sehr geräuscharme Betrieb

Offene Verdunstungskühltürme mit Axialventilator

  • Wasserdurchsätze bis 1000 m³/h,
  • Kühlleistungen ab 100 kW
  • optional erhältlich für diese Kühltechnik sind auch
    spezielle LowNoise-Ventilatoren und Aufprallabschwächer.

Geschlossene Verdunstungskühltürme mit Radialventilatoren

Sehr geräuscharme Kühltechnik mit Radialventilator,
Rohrbündel-Wärmetauscher und Zusatzbesprühung

  • Wasserdurchsatz bis 300 m³/h
  • Kühlleistung ab 100 kW
  • Trennung von Prozess- und Kühlwasser

Aus welchen Materialien werden Kühltürme hergestellt?

Grundsätzlich muss hierbei zwischen den zwei Arten von Kühltürmen, nämlich den Naturzugkühltürmen und den zwangsbelüfteten Kühltürmen, unterschieden werden.

Naturzugkühltürme werden, bedingt durch die Baugröße, aus Stahlbeton und Holz errichtet. Kleinere Kühltürme dieses Typs können auch aus einer Holz- oder Stahlstruktur mit Blechverkleidung bestehen.

Zwangsbelüftete Kühltürme werden entweder aus Stahlblech oder glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) hergestellt. Bei Stahlblech wird noch einmal zwischen rostfreiem Edelstahl und beschichtetem Feinblech unterschieden.

Rostfreier Edelstahl

Pro:

  • korrosionsbeständig
  • qualitativ hochwertiges Erscheinungsbild
  • dank hydrophober Eigenschaften wachstumshemmend gegenüber Mikroorganismen
  • Recycling sehr einfach, da sortenreines Grundmaterial ohne Verunreinigung

Contra:

  • teurer als andere Werkstoffe
  • hohes Leergewicht

Beschichtetes Feinblech

Pro:

  • Farbgebung nach Kundenwunsch
  • korrosionsbeständig (solang die Beschichtung nicht beschädigt ist)

Contra:

  • Beschichtung darf nicht beschädigt werden
  • hohes Leergewicht
  • schwieriges Recycling, da die Beschichtung als Verunreinigung gilt (ggf. Sondermüll)

glasfaserverstärkter Kunststoff

Pro:

  • leichter als Kühltürme aus Stahlblech
  • günstigere Alternative zu Edelstahl

Contra:

  • raue Innenseite kann das Bakterienwachstum begünstigen
  • Entsorgung schwierig, da GFK als Sondermüll eingestuft ist
  • Versprödung des Materials durch UV-Strahlung

Wo kommen Kühltürme zum Einsatz?

Häufig finden Kühltürme in Wärmekraftwerken Verwendung. Zur Umwandlung von Wärme in elektrischen Strom muss eine Temperaturdifferenz vorliegen. Deshalb ist neben einer Wärmequelle auch eine Wärmesenke erforderlich. Diese Funktion kann ein Kühlturm übernehmen. Ein Teil der im Kraftwerk erzeugten Wärme, die Abwärme, ist nicht direkt nutzbar. Sie wird hauptsächlich über den Kühlturm abgegeben.

Zur Stromproduktion wird ein Wasserdampferzeuger benötigt. Der Dampf setzt eine Turbine in Bewegung. Diese treibt einen Generator an, der schließlich Strom erzeugt. Der Abdampf muss rückkondensiert werden. Dabei kommen beachtliche Mengen an Kühlwasser zum Einsatz. In großen Kraftwerken können bis zu 100.000 m³ Wasser pro Stunde den Kühlturm durchlaufen.

Doch nicht nur Kraftwerke verfügen über Kühltürme. Kleinere Exemplare werden beispielsweise in der chemischen Industrie, der Stahlindustrie, in Einkaufszentren sowie in Sporthallen zur Kühlung eingesetzt.