MULTI Kühlsysteme

VDI 2047-2 Umsetzung von Multi Kühlsysteme

Individuelle „Anlagenprojektierung + Anlagenbau + technischer und mikrobiologischer Anlagenservice“

  • Ihr Partner für den wirtschaftlichen, störungsfreien und hygienischen Betrieb von Kühltürmen
  • Verbindung von technischem Service und mikrobiologischem Know-How
  • Betreuung durch einen eigenen Mikrobiologen, der sich gezielt mit der 42. BImSchV auseinandersetzt
  • Anlagenbetreuung aus seiner Hand
  • 100% hauseigene Unterstützung bei der Umsetzung der 42. BImSchV, keine weiteren externen Dienstleister notwendig > ein Ansprechpartner

Was sind die Inhalte der VDI 2047-2?

  • Die VDI 2047-2 regelt und empfiehlt u.a. folgendes:
  • Zeitgemäße Konstruktion einer offenen Verdunstungskühlanlage
  • Betrieb und Instandhaltung
  • Hinweise und Voraussetzungen für das Personal
  • Überwachung mikrobiologischer und chemisch-physikalischer Parameter

Seit wann gilt die technische Regel VDI 2047-2?

Seit Januar 2015 gibt die VDI 2047-2 den aktuellen Stand der Technik wieder und ist daher von den Betreibern offener Verdunstungskühlanalgen im täglichen Betrieb zu berücksichtigen.

Wo sind die Unterschiede zwischen 42. BImSchV und VDI 2047-2?

Beide Werke sind zu großen Teilen deckungsgleich, was nicht verwundert, da die 42. BImSchV auf Grundlage der VDI 2047-2 erarbeitet wurde. Einige Abweichungen bestehen jedoch trotzdem. So ist die Bestimmung des Parameters "Pseudomonas aeruginosa" aus der technischen Regel nicht in die Verordnung eingeflossen. Des weiteren empfiehlt die VDI 2047 2 eine mikrobiologische Beprobung der Anlagen durch den Betreiber mittels Dip-Slides. In der 42. BImSchV findet sich dagegen nur die Aussage, dass der Betreiber 14-tägig chemisch-physikalische oder mikrobiologische Parameter bestimmen soll. Viele Experten sind sich darin einig, dass die Bestimmung mittels Dip-Slides sehr Fehlerbehaftet sein kann und dementsprechend zu falschen Interpretationen führen kann. Die Bestimmung der physikalisch-chemischen Parameter ist daher zu bevorzugen.

Was ist eine zertifizierte Probenahme?

Anders als die 42. BImSchV besagt die VDI 2047-2, dass jeder erfolgreiche Teilnehmer einer entsprechenden Schulung zu diesem Regelwerk, als Probenehmer für Laboruntersuchungen geeignet ist. Von der 42. BImSchV wird allerdings die zertifizierte Probenahme gefordert. Nur diese ist rechtsverbindlich und wird von den entsprechenden Behörden anerkannt. Dazu müssen die Probenehmer mit einem akkreditierten Labor zusammenarbeiten (Aufnahme in das Qualitätsmanagement-System, regelmäßige Schulungen), um eine zertifizierte Probenahme durchführen zu können. Eine alleinige Schulung nach der VDI 2047-2 reicht dementsprechend nicht mehr aus, um die Probenahme im akkreditierten Bereich durchführen zu können.

Welche Parameter sind sinnvoll für die Betriebsinternen Kontrollen gemäß VDI 2047-2?

Oftmals stellt sich die Frage, welche Parameter für die Betriebsinterne Kontrolle vernünftig sind. Zum einen sollen diese zu qualitativen Aussagen mit Blick auf den Systemzustand führen. Zum anderen muß die Bestimmung der entsprechenden Werte im Betriebsalltag integrierbar sein. Folgende Parameter sind daher gut geeignet für die 14-tägige Überwachung durch den Betreiber:

  • elektrische Leitfähigkeit im Kreislaufwasser
  • pH-Wert- Wasserbeschaffenheit (Trübung/Geruch)
  • Volumen des abgesalzten Kreislaufwassers und des Nachspeisewassers

Alle Messwerte müssen im Betriebstagebuch protokolliert.

Bestimmung der Wasserqualität nach der VDI 2047-2

Die VDI 2047-2 empfiehlt die Überwachung wichtiger Wasserparameter. Diese sollen nach Bedarf bestimmt werden. Beispiel hierfür sind u.a.:

  • Kalzium
  • Gesamthärte
  • Chlorid
  • Sulfat
  • Nitrat
  • Eisen

Für die Ermittlung der Werte werden häufig Tropfentests verwendet, aber auch eine Ermittlung in einem Labor ist möglich und auch empfehlenswert. Vor allem vor einer Inbetriebnahme einer neuen Anlage ist die Bestimmung wichtiger Parameter im Nachspeisewasser sinnvoll. Multi Kühlsysteme kann ihnen diesen Service gern mit anbieten. Im Rahmen der von uns angebotenen Wartung von Rückkühlwerken werden wichtige Wasserwerte direkt vor Ort bestimmt und protokolliert, so dass eine regelmäßige Überwachung dieser Parameter gewährleistet ist.

Vorteile und Anforderungen bei offener Verdunstungskühlung

Kühlturm

Rückkühlwerke sind in vielen industriellen Bereichen ein unverzichtbarer Bestandteil in verschiedensten Produktionsprozessen. Um die Kühlung wirtschaftlich zu betreiben, wird das Kühlwasser meist in einem Kreislauf betrieben. Dabei wird mit Hilfe von Verdunstungskühlanlagen das erwärmte Wasser wieder soweit zurückgekühlt, damit es für die erneute Wärmeaufnahme zur Verfügung steht.

Die Vorteile der offenen Verdunstungskühlung sind offensichtlich:

  • geringe Investitionskosten
  • hohe Kühlleistung
  • niedrige Energiekosten
  • überschaubarer technologischer Aufwand

Eine Herausforderung für den Betrieb stellt allerdings die Vermehrung von Bakterien im Kühlwasser dar. Vor allem die Bakterienart der Legionellen spielt dabei eine Rolle. Diese vermehren sich bevorzugt in einem Temperaturbereich, der häufig von Verdunstungskühlanlagen abgedeckt wird. Kommt es anschließend zu einer Versprühung des kontaminierten Kreislaufwassers, kann es zu einem Austrag der Legionellen im Verdunstungsschwaden (Aerosol) der Verdunstungskühlanlage kommen. Das kann dazu führen, dass Menschen in der näheren Umgebung das Aerosol einatmen und dadurch die Atemwege mit Legionellen infiziert werden. 

Fakten zur Legionellose

Legionella
  • Risikogruppe: ältere und immungeschwächte Menschen
  • Ausbildung einer atypischen Lungenentzündung, verschiedene Symptome
  • Letalität (unbehandelt): bis zu 15 %
  • Therapie mit Antibiotika
  • Kosten der medizinischen Behandlung laut Umweltbundesamt ca. 120.000 € je Patient

Warum also weiter auf offene Verdunstungskühlung setzen?

Die Antwort:
Weil bislang kein effizienteres Kühlprinzip zur Verfügung steht und der Betreiber mit einfachen Mitteln eine Kontamination der Rückkühlwerke verhindern kann.

Die 42. BImSchV

Der Gesetzgeber hat die Betreiberverantwortung nun mit dem Inkrafttreten der 42. Bundes-Immissionsschutzverordnung (42. BImSchV) gesetzlich festgelegt und verlangt seit August 2017 die Umsetzung der Vorgaben.

Grundlage für die 42. BImSchV sind in weiten Teilen die Vorgaben der technischen Regel VDI 2047 Blatt 2.

Inhalte der 42. BImSchV

Wesentliches Merkmal der 42. BImSchV ist eine gesetzliche Überwachung der Verdunstungs-kühlanlagen in Hinblick auf einen hygienisch einwandfreien Betrieb.

  • Erfassung der Mikrobiologie im Kühlwasser:  Legionellen und allgemeine Koloniezahl;  akkreditierte Probenahme und Laboranalyse
  • Durchführung von Maßnahmen bei Überschreitung der mikrobiologische Grenzwerte
  • Dokumentation der Anlage, alle Ereignisse und Parameter müssen in einem Betriebstagebuch erfasst werden
  • Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung unter Beteiligung einer hygienisch fachkundigen Person
  • Inspektion durch einen behördlich vereidigten Sachverständigen (alle 5 Jahre)

Umsetzung der Verordnung

Nachrüstung von Dosiertechnik

Multi Kühlsysteme unterstützt Betreiber von Verdunstungskühlanlagen bei allen geforderten Maßnahmen:

  • Zertifizierte Probenahme & Laboranalyse
  • Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen
  • Technische Instandsetzung
  • Nachrüstung von Dosiertechnik
  • Jährlicher Wartungsservice
  • Durchführung von Desinfektions- und Reinigungsarbeiten

Ansprechpartner

VDI Urkunde

Herr Dr. Thomas Spaller freut sich auf Ihre Anfrage!

Sie erreichen ihn:

telefonisch:  03771 246722
per E-Mail:   t.spaller@multi-kuehlsysteme.de